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12. Oktober 2026

Förderung von Maßnahmen gegen Vogelanprall an Glas

Jährlich sterben Millionen Vögel durch Kollisionen mit Fenstern, verglasten Balkonbrüstungen, Wintergärten, Lärmschutzwänden und anderen verglasten Bauteilen. Im Siedlungsraum gehört diese Todesart zu den größten Problemen denen Vögel gegenüberstehen. Durch die zunehmende Verbauung, sowie der steigenden Beliebtheit von Glas im und rund ums Haus, werden die Todeszahlen immer höher.


Nach Berechnungen von Naturschutzorganisationen sterben auf diese Art allein in Deutschland jährlich ca. 100 bis 115 Millionen Vögel. Das sind über 5% aller dort vorkommenden Vögel. Dabei trifft es nicht nur weit verbreitete Vogelarten sondern auch seltene wie Waldschnepfe, Eisvogel oder Sperber.


Die Zahl der Opfer wird unterschätzt, denn in den meisten Fällen werden tote Vögel nicht wahrgenommen. Sie sind oft nicht sofort tot, sondern erleiden eine Gehirnblutung. Sie schaffen es noch in ein nahes Gebüsch zu fliegen, sterben aber dort an ihren Verletzungen. Liegen sie dann tot am Boden, werden die Kadaver in kürzester Zeit leichte Beute für Katzen, Raben, Ratten und Marder, bevor sie von Menschen gefunden werden. Zusätzlich hinterlassen ca. 80 Prozent der Vögel, die mit Glasscheiben kollidieren, keine erkennbaren Spuren. Das lässt eine hohe Dunkelziffer vermuten.


Warum Vögel mit Glas kollidieren

Transparente Glasflächen sind für Vögel nicht von der Luft zu unterscheiden. Das liegt an den fehlenden Konturen und Texturen. Gleich problematisch verhält es sich mit Spiegelungen auf Glas. Sie können von Vögeln nicht von der Realität unterschieden werden.

Besonders problematisch sind verspiegelte Flächen, weil sie im Vergleich zu Glasflächen stetig ein Spiegelbild erzeugen.


Was bringen Greifvogelaufkleber?

Aufgeklebte Greifvogelsilhouetten sind gut gemeint aber vollkommen wirkungslos! Vögel nehmen solche Aufkleber nicht als Feind wahr, da sie sich nicht bewegen. Wirkung zeigen nur die von Naturschutzorganisationen empfohlenen vollflächigen Markierungen. Dabei haben sich Lösungen mit Streifen und Punktraster in Tests als besonders wirkungsvoll erwiesen.

Achtung: Die seltenere Reinigung von Glasscheiben, Insektengitter und Teil-Markierungen haben nur wenig bis keinen Erfolg!


Hochwirksame Markierungen!

Es gibt eine innovative und wirkungsvolle Lösung gegen den Vogelanprall an Glasflächen. Diese kann bei bestehenden Bauteilen nachträglich angewandt werden. Es sind 9 Millimeter kleine Punkte mit einer gegen außen stark reflektierenden Oberfläche und einer lichtabsorbierenden, schwarzen Innenseite. Diese Punkte werden im Abstand von 9 Zentimetern vollflächig aufgeklebt und können mühelos mit Hilfe des mitgelieferten Maßbands und der Montageanleitung angebracht werden. Wichtig: Es handelt sich dabei um keine vollflächige Folie - es werden lediglich Punkte aufgeklebt, die Trägerfolie wir am Ende abgezogen.


Diese Markierungen bedecken weniger als 1% der Scheibenoberfläche, was raumseitig kaum sichtbare Beeinträchtigungen verursacht. Sie reduzieren das Risiko von Vogelanprall nachweislich um ca. 90%.


Die Kosten der Klebepunkte belaufen sich auf ca. 8 Euro je Quadratmeter, bei größeren Flächen reduziert sich der Preis.

Bei Interesse bitte bei unserem Naturschutzberater Reinhard Hölzl melden.

Kontakt: 0664/1437188