Leitbild zur umfassenden Dorferneuerung in der Marktgemeinde Kukmirn

Die Marktgemeinde Kukmirn, mit ihren Ortsteilen Eisenhüttl, Limbach und Neusiedl bei Güssing, nimmt am Programm der umfassenden Dorferneuerung teil.

Mit diesem Projekt gilt es Grundlagen zu schaffen, um die bisherigen Lebensverhältnisse für unsere Bewohner zu erhalten und wenn möglich auch zukünftig zu verbessern, gleichzeitig auch die Gemeinsamkeiten zwischen den vier Ortsteilen stärker in den Vordergrund zu stellen und vor allem auch der Abwanderung unserer Jugend in die Ballungszentren entgegenzuwirken. Gerade die kleinen Einheiten unserer Regionen, die Gemeinden und Dörfer, geben unseren Menschen Heimat und Geborgenheit.

Leitbild – Kurzfassung

erstellt von Prozessbegleiter Ing. Günther Peischl

Ausgangslage

Die Marktgemeinde Kukmirn, auch bekannt als burgenländisches Apfeldorf, liegt inmitten des südburgenländisch-oststeirischen Hügel- und Terrassenlandes und besteht aus den Ortsteilen Kukmirn, Neusiedl, Limbach und Eisenhüttl. Das milde Klima und eine intakte Natur sorgen für einen angenehmen Lebensraum. Dem Obstbau und dem sanften Tourismus wird ein hoher Stellenwert beigemessen. Profitiert Kukmirn von der landschaftlichen Schönheit, leidet es wie viele andere südburgenländischen Gemeinden auch unter der schwachen Infrastruktur der Region. Ein reges und gesundes Vereinsleben und soziale Einrichtungen leisten einen entscheidenden Beitrag für ein gut gelebtes Miteinander innerhalb der Gemeinde.

Leitsätze und Ziele

Es soll ein Bewusstsein für die Natur und ihre Ressourcen geschaffen werden, um diese für nachfolgende Generationen zu bewahren. Eine naturnahe und nachhaltige Landwirtschaft sowie eine Erweiterung des sanften Tourismus werden angestrebt. Die Kooperation der örtlichen Betriebe soll fokussiert und die Nahversorgung gestärkt werden. Die überregionale Kommunikation und die Arbeitsplatzschaffung sollen gesichert werden. Die florierende Dorfgemeinschaft soll bewahrt werden und das funktionierende Miteinander und gelebte Inklusion groß geschrieben werden. Die unterschiedlichen Situationen und Bedürfnisse der verschiedenen Alters- und Geschlechtsgruppen sollen bei allen Maßnahmen und Entscheidungen berücksichtigt werden. Ein attraktives Erscheinungsbild der Ortschaften soll unter Einbindung der Bevölkerung und der Vereine gewährleistet werden. Der Jugend soll durch ausreichend verfügbaren Baugrund das Bleiben im eigenen Dorf ermöglicht werden. Bauliche Maßnahmen und Projekte werden immer unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und unter Einbindung aller Bevölkerungsschichten angegangen, um dadurch die Berücksichtigung zukunftsorientierter und sozialer Komponenten sicherzustellen.

Auswahl an Strategien, Maßnahmen und Projektideen zur Verwirklichung der Ziele

Bewusstseinsschaffung für eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft, Förderung des sanften Tourismus durch ein ortsteilübergreifendes Rad- und Wanderwegenetz mit Trinkbrunnen, ortsteilübergreifende Tauschbörse zur Förderung der verantwortungsvollen Ressourcennutzung, Schaffung von Orten der Zusammenkunft und des sozialen Austauschs durch bauliche Maßnahmen, Stärkung des Bewusstseins für die Nahversorgung und das vorhandene Angebot an Nahversorgung, Etablierung eines zukunftsfähigen und funktionierenden Mobil- und Internetnetzes zur Förderung der überregionalen Kommunikation, Generationenübergreifende Begegnungen, Mobilitätsförderung, groß angelegte Kooperation der heimischen Betriebe, …


„Eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung der Gemeinde beruht auf Entscheidungen und Maßnahmen, die alle vier Säulen der Dorferneuerung „Ökologie – Ökonomie – Sozio-Kulturell – Baulich-Optisch“ mitberücksichtigt und vereint.

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